Meldung · Open Source
Linux 7.3 ist erschienen
Linus Torvalds hat Kernel 7.3 freigegeben – mit schnellerem Datei-I/O, neuen Treibern und frühen Grundlagen für Apples M3-Chips.
Was passiert ist
Linus Torvalds hat am Sonntag, 18. Oktober 2026, die Version 7.3 des Linux-Kernels veröffentlicht; kernel.org führt sie seitdem als aktuelle Mainline-Version. Zu den Neuerungen zählen laut Berichterstattung schnellere parallele Direct-I/O-Schreibvorgänge und ein schnelleres fallocate() bei ext4, schnellere kleine Direct-Reads bei ext4 und XFS sowie Verbesserungen bei Btrfs und FUSE. Beim Scheduling kommen Sub-Scheduler für sched_ext hinzu, das BPF-basierte Scheduler ermöglicht.
Bei der Hardware bringt 7.3 unter anderem einen Treiber für den Steam Controller (2026) und erste Grundlagen für Apples M3 Pro, Max und Ultra. Bei AMD-Grafikkarten mit wenig Videospeicher kann der Kernel nun Daten weniger wichtiger Anwendungen zugunsten priorisierter Prozesse auslagern.
Einordnung
Für Server im Unternehmen ist ein neuer Mainline-Kernel selten unmittelbar relevant: Debian, Ubuntu LTS und Enterprise-Distributionen bleiben auf langfristig gepflegten Kerneln, in die Sicherheitskorrekturen zurückportiert werden. Ob 7.3 der nächste Langzeit-Kernel (LTS) wird, ist zum Redaktionsschluss nicht offiziell bestätigt. Die Arbeit am Nachfolger 7.4 läuft bereits.